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Um was geht es?

Blauer Nebel
Wasser

Warum?

Wie?

Erklärung

Spiritual Care erfüllt sich auch in der Sterbebegleitung und ist das Bleiben beim Menschen, gerade dort, wo vieles im Leben sich entzieht, wo Sicherheiten brüchig werden und Worte nicht mehr tragen, sodass sich die Begegnung auf eine Ebene verlagert, die sich nicht herstellen lässt, sondern nur geschehen kann.

In einer Welt, die stark von Funktion, Effizienz und Messbarkeit geprägt ist, eröffnet Spiritual Care einen Raum, in dem der Mensch nicht gefragt wird nach dem, was er leisten kann, sondern in dem er wahrgenommen wird, wie er ist und getragen wird, auch dann, wenn vieles verloren gegangen ist, was ihn früher definiert hat.

Gerade im Kontext von Alter, Demenz und Sterben zeigt sich, dass das Wesentliche sich nicht im Sichtbaren erschöpft, sondern in einer Form von Gegenwart, die nicht erklärt, sondern trägt, nicht bewertet, sondern würdigt und nicht eingreift, sondern mitgeht.

Diese Gegenwart ist keine Methode und kein Verfahren, sondern eine Haltung, die sich im konkreten Tun verkörpert, in der Art, wie ein Raum betreten wird, wie ein Blick gehalten wird, wie ein Lied angestimmt wird oder wie Hände sich berühren, ohne etwas erzwingen zu wollen.

Wo Spiritual Care wirksam wird, entsteht etwas, das sich nicht vollständig benennen lässt und doch spürbar ist, eine Form von innerer Sammlung, von leiser Versöhnung und von Beziehung, die auch dann noch trägt, wenn vieles im Außen nicht mehr greifbar ist.

In diesem Sinne ist Spiritual Care keine zusätzliche Leistung, sondern eine Verdichtung dessen, was Begleitung im Kern bedeutet, nämlich dass ein Mensch dem anderen nicht ausweicht, sondern bei ihm bleibt, gerade dort, wo das Leben sich verdichtet auf wenige, kostbare und oft fragile Momente.

So verstanden ist Spiritual Care Ausdruck einer Haltung, die dem Menschen in seiner ganzen Tiefe gerecht werden möchte und gerade darin liegt ihre eigentliche Kraft.

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